Unser Schulgebäude in Heimerzheim

(siehe auch Festschrift „900 Jahre Heimerzheim")

 

Ab dem Jahre 1728 wurde in Heimerzheim schon in einem Wohnhaus unterrichtet. Die Kinder lernten lesen, schreiben und singen. Vielleicht brachte man ihnen noch das „Einmalseins" bei; erwähnt wird in alten Schriften das „Rechnen" jedoch nicht. Dafür aber kannten sie den Katechismus, lernten beten und sich segnen, gute Zucht und frommes Leben. Tanzte einer aus der Reihe, setzte es Hiebe. Die Lehrmeister waren ortsansässige Vikare und Küster.
Auszug aus der damaligen Schulordnung:
Es sollen ...... alle Elteren ..... schüldig seyn in die schul zu schicken ihre unwissende kinder, so zwischen 6 und 14 jahr alt seyend, damit sie in der schull gelehrt werden lesen und schreiben, sich segnen und beten, gute zucht und die weiß schüldigkeit zu leben; würden aber einige elteren in dieser ihrer schären schüldigkeit säumig seyn, selbige sollen jedannach das gewöhnliche monatsgeld für ihre kinder bezahlen und nebst deme der herrschaft bruchtfällig (=straffällig) seyn.
Alle kinder sollen ihren schullmeister förchten und ihme in allem gehorsamb seyn, im widrigen fall sollen sie gestrafft werden....


Im Jahre 1822 konnte ein neues Schulgebäude hinter der Kirche erbaut werden. Das zweigeschossige Fachwerkhaus enthielt im Erdgeschoss die Vikarienwohnung und im Obergeschoss einen großen Schulsaal. 1832 mussten zwei andere Räume des Hauses zu einem weitern Klassenzimmer (wohl der bisherigen Wohnung) umgebaut werden, da die Schülerzahl sehr schnell anstieg. Doch bald schon konnten auch danach wegen Platzmangels keine Kinder mehr eingeschult werden.
So entstand 1877/78 an der Bornheimer Straße der notwendig gewordene Schulneubau. Dieses neue (dritte) Schulgebäude wies im mittleren Trakt Wohnungen für vier Lehrpersonen aus. Beidseitig waren je zwei Klassenräume angeordnet (Erd- und Obergeschoss). 1953 erfolgte der Anbau eines fünften Klassenraumes und der Einbau einer Koksheizung. 1961 musste dieser Anbau aufgestockt und ein sechstes Klassenzimmer eingerichtet werden.
Seit 1968 gehören die Kinder aus Dünstekoven und auch aus Strassfeld zur hiesigen Grundschule. Eine hohe Schülerzahl erforderte bald die Auslagerung von Klassen in Räume des Alten Klosters sowie das Aufstellen von Holzbaracken auf dem Klosterhof. Die Raumnot hatte ein Ende, nachdem 1974 der neue Gebäudekomplex der Hauptschule am Randgebiet des Dorfes eingeweiht werden konnte (entnommen aus dem o.g. Buch, Kapitel "Schulwesen" geschrieben von Herrn Rudolf Bölkow).
Doch auch die Grundschule brauchte dringend neue Schulräume.
So entstand 1977 der Neubau, der 9 weiteren Klassen Platz bot. Die unmittelbar an der Swist gelegene Grundschule erhielt 1992 den Namen „Swistbachschule“.

Im Laufe der Zeit fehlten jedoch notwendig gewordene Gemeinschaftsräume. So wurde ein weiterer Anbau geplant, der 2003 fertig gestellt wurde. Mit dieser Erweiterung erhielt die Grundschule zusätzlich vier Räume; eine komplett ausgestattete Schülerküche, einen Raum für die sonderpädagogische Förderung, einen Computer- sowie einen Medienraum.

Auch der Schulhof wurde um eine Attraktion reicher. Neben den bereits bestehenden Klettergerüsten und Tischtennisplatten wurde mit Unterstützung des Fördervereins 2005 eine viel genutzte Kletterwand installiert.

image001.jpg 2009 bekam die Schule einen neuen Anstrich.
Immer mehr Kinder werden nach dem Unterricht an der Swistbachschule bei den MiKis von pädagogischen Mitarbeiterinnen betreut. Dies führte zu einem räumlichen Engpass, der nun in den Sommerferien 2009 etwas abgemildert werden konnte.  

Ein uralter, nicht ausgebauter Speicher
wurde zu einem wunderschönen Raum umgestaltet. Zwei Mitarbeitern des Baubetriebshofes der Gemeinde Swisttal ist es gelungen, aus einer dunklen, 
völlig verstaubten Dachkammer einen mit alten Dachbalken durchzogenen, hellen und freundlichen Raum herzustellen. 
Diese über 60 qm große Fläche wurde von den MiKi-Kindern nach den Sommerferien mit Freude erobert und ist
für die Swistbachschule heute ein unersetzbar gewordener Betreuungsraum.
Ab dem Schuljahr 2010/2011 wird die Swistbachschule als Offene Ganztagsschule geführt. Ein zweiter Dachbodenausbau erweitert die Raumkapazitäten und wird rechtzeitig mit dem neuen Schuljahr fertig gestellt.

Der Bau einer Mensa auf einem von der Gemeinde gekauften Nachbargrundstück ist für das Jahr 2011 geplant.
Seit vielen Jahren belästigte ein äußerst übler Toilettengeruch das Gebäude der Swistbachschule. Selbst intensive Reinigungsmaßnahmen mit speziellen Chemikalien konnten den Gestank nicht überlagern. Da bereits am frühen Morgen schon der Geruch durch die Flure und die unteren Klassenzimmer zog, war dieses Übel regelmäßig Thema in Lehrerkonferenzen, Klassenpflegschaft, Schulpflegschaft und Schulkonferenzen. Immer wieder stellten die Eltern und das Kollegium die Forderung an den Schulträger, endlich etwas gegen diese Geruchsbelästigung zu tun.

 

Mit großer Erleichterung wurde die Nachricht Anfang 2009 entgegen genommen, dass nun endlich Gelder vom Schulträger für die Sanierung zur Verfügung gestellt werden können.


Begleitet von der ständigen Beratung durch das Gebäudemanagement der Gemeinde, durch Rücksichtnahmen der Handwerker auf den laufenden Unterricht sowie die Einbeziehung der Schulleitung in die farbliche Abstimmung von Fliesen, Kacheln und Trennwänden waren die Sanierungsarbeiten Ostern 2010 beendet. Die von der Gemeinde aufgestellten Ersatztoilettencontainer wurden als Übergangslösung von den Schülern gut angenommen.

Das Ergebnis sind moderne, helle und leicht zu reinigende Toilettenanlagen, die mit deutlich mehr Wertschätzung und Achten auf Sauberkeit von den Schülerinnen und Schülern behandelt werden.

Eltern, Kinder und Lehrer sind erleichtert, froh und dankbar, dass endlich ein lästiges Übel behoben wurde.

 

                

 

Neubau und Eröffnung der neuen Mensa!

Im September 2013 wurde der Bau der neuen Mensa fertiggestellt und feierlich eröffnet.
Hiermit wird nicht nur die Betreuungssituation im Offenen Ganztag verbessert, es werden
damit auch zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten für die Schule geschaffen.
Mit einer neuen Warmhaltetheke und einem ausreichend großen Kühlschrank werden
qualitative Maßstäbe gesetzt.
In der neuen Mensa können 54 Schüler auf ca 130qm nutzbarer Fläche gleichzeitig
beköstigt werden.

 

Es werden nicht nur neue Gebäude errichtet und renoviert, denn auch auf 
dem Schulhof verändert sich alles.
Der Hausmeister ist immer fleißig und handwerklich sehr geschickt, so dass
er immer wieder neue Ideen "baut".